Surfurlaub in Capbreton Frankreich

Tobiofftopic

in Capbreton, Frankreich

Dieses Jahr im Juni war es wieder soweit. Nachdem mich jahrelang Frankreich nicht die Bohne interessierte, haben wir die Strapazen der Fahrt wieder auf uns genommen um das gute Essen, die gastfreundlichen Franzosen und das herrliche Meer zu genießen. Ein Surfurlaub in Capbreton Frankreich

Die Fahrt


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Von Nürnberg nach Capbreton sind es einfach rund 1500km. Die Strecke teilt sich auf in ca. 500km in Deutschland, der Rest ist dann schon Frankreich. Das Fahren auf französischen Autobahnen war in unserer Reisezeit sehr enspannt, wenig Verkehr durch eine wunderschöne Landschaft.

Mautpflicht

In Frankreich sind die Autobahnen mautpflichtig für die einfache Stecke bezahlt man rund 80 Euro Autobahngebühren entweder bar oder per Kreditkarte (geht am schnellsten). In der Regel sind sie zweispurig und LKWs haben Überholverbot.

Tempolimit und Sicherheit

Auf den Autobahnen ist ein Tempolimit von 130km/h. Auf der ganzen Strecke befinden sich festinstallierte Radarfallen (Hinweisschilder beachten) aber auch mobile Radarkontrollen. Eine Warnweste ist in Frankreich Pflicht

Tanken

Getankt wird wie in Deutschland Super E10, Super oder Diesel. Der Treibstoff ist in der Regel teuerer als in Deutschland. Selbstbedinung. Tanken ist auf den Autobahnen teurer.

Kreisverkehr

Die Franzosen haben auch auf dem Land einen Vorliebe für den Kreisverkehr. Ampeln sind so gut wie nicht vorhanden. Beim Verlassen des Kreisverkehrs wird nicht geblinkt. 😀

Capbreton


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Ist ein schön gelegener kleiner Ort direkt am Atlantik. Lidl, Supermärkte, Tankstellen, Apotheken, Restaurants und sogar eine kleiner Fußgängerzone mit Geschäften findet man in Capbreton. Capbreton grenzt direkt an Hossegor an.

Hotel

Hotel Aquitaine*** Capbreton

In Capbreton ist das Hotel Aquitaine*** sehr zu empfehlen. Es wird von Noel und Valerie sehr familiär geführt und sprechen gut englisch. Das Hotel ist sauber, die Zimmer werden jeden Tag gereinigt und die Handtücher getauscht. Jedes Zimmer verfügt über einen Balkon entweder mit Blick zur Straße oder nach hinten in den Garten. Das Hotel verfügt über einen eigenen Pool, was in dieser Gegend sehr selten ist. Das Frühstück ist landestypisch und ausreichend. Es kann entweder im Frühstücksraum oder am Pool gefrühstückt werden. Parkplätze sind im Hof ausreichend vorhanden. Die Preise sind mehr als in Ordnung.

Surfen (Wellenreiten)

Clement unser Surflehrer

Surfen ist hier ein Allgemeinsport, jedes Kind kann Wellenreiten und somit gibt es genug Surfschulen in Strandnähe. Meine Empfehlung ist die Surfschule direkt gegenüber vom Hotel Aquitaine. Eine Surfstunde kostet inklusive Surfbrett und Wetsuit (Neoprenanzug) 35 Euro. Natürlich kann man sich hier auch kostengünstig Surfbretter und Wetsuits ausleihen. Ich empfehlen 2-3 Stunden Unterricht und dannach selber probieren. Mit Gary und Clement hat man zwei sehr nette Typen als Surflehrer die beide Englisch sprechen. Wenn mann hier Urlaub macht unbedingt ausprobieren, aber Vorsicht es sieht leichter aus als es wirklich ist und ist noch dazu ziemlich anstrengend.

Baden

Ein unglaublicher Sandstrand!

Capbreton verfügt über einen sehr schönen, gepflegten, breiten und kilometerlangen Sandstrand mit Relikten aus der Kriegszeit. Grundsätzlich kann gebadet werden. Man sollte allerdings auf die Beflaggung der Küstenwache achten, da an manchen Tagen gefährliche Strömungen herrschen, das wird dann mit einer roten Flagge, gut sichtbar, gekennzeichnet. Ein Strandurlaub mit Kindern ist kein Problem, allerdings sollte eine Strandmuschel gegen den manchmal starken Wind mitgebracht werden.

Essen und Trinken

Essen im Huahine in Capbreton

Da man sich direkt am Meer befindet, findet man auf allen Speisekarten Fischgerichte. Angefangen von Austern, über Schnecken bis hin zum Lobster wird alles geboten. Natürlich gibt es noch andere Gerichte wie zum Beispiel Lasagne oder Hamburger. Die Qualität des Essens ist grundsätzlich sehr hochwertig, Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. Besonders zu empfehlen ist das Huahhin direkt am Casino in Capbreton.
Getrunken wird vorallem Wein. Zu jedem Essen bekommt man gratis Wasser gereicht. Von Bier sollte man in Restaurants die Finger lassen, es kann schon mal vorkommen, dass man 8 Euro für ein 0,5l Glas Bier zahlen muss.

Einkaufen


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Nachdem es sich um bei Capbreton und Hossegor um eine Surferhochburg handelt sind natürlich alles Surflabels, wie Billabong und Quicksilver am Start. Die Innestadt von Hossegor reiht sich dann auch ein Modegeschäft an das andere. Carharrt, Volcom, Element, Quicksilver, Billabong usw. alles sind am Platze. Dort werden die Klamotten dann auch zum regulären Preis verkauft. Also nix mit Schnäppchen.
Allerdings gibt es in Soorts (gleich neben Hossegor) einen Outletpark mit Carhartt, Oxbow, Billabong, Quicksilver, Ezekiel uvm. Hier kann man dann auch richtig Geld sparen. Allerdings sollte man sich einen Tag Zeit nehmen. Vorzugsweise bei schlechtem Wetter. Vorsicht nicht alles ist hier reduziert oder günstiger, Preise sollten immer verglichen werden.

Der Wonderbus in Hossegor/Soorts

Um sich nach dem einkaufen zu stärken ist der Wonderbus sehr zu empfehlen. Einfach ausprobieren und überraschen lassen. Sehr außergewöhnlich.

Außerdem gibt es hier auch noch eine riesige Weinhandlung, wo man dann auch alle Weine aus den hiesigen Restaurants findet. Natürlich viel günstiger. Auf jeden Fall Platz im Kofferraum für Wein vorsehen.

In der Umgebung

Bei schlechtem Wetter oder Wasserüberdruss findet man in der näheren Umgebung (Umkreis 200km) viele schöne Städtchen vor die zu einem Tagesausflug einladen. Biarritz, Bayonne und Bordeaux um ein paar zu nennen. Aber auch ein kurzer Abstecher nach St. Sebastian in Spanien (keine Grenzkontrollen) ist sehr lohnend.

Fotos Hotel Aquitaine von Yvonne Michailuk Fotografie